Jungpflanzenanzucht

Saatgutaufbereitung und Aussaat erfolgen in Anzuchtbetrieben, die den Prüfkriterien des Qualitätsprogramms folgen. Zur Identifizierung des Saatgutes dient die ID-Nummer auf dem Lieferschein und anliegender Kopie des Ernteprotokolls.

Im weiteren Verlauf der Anzucht muss eine genaue Trennung und Kennzeichnung von Arten und Herkunftsgebieten erfolgen (Kennzeichnung mit ID-Nummer entsprechend Ernteprotokoll).

Die Jungpflanzenanzucht erfolgt im gleichen Herkunftsgebiet wie die Saatguternte, um ähnliche klimatische Voraussetzungen, Qualitätssicherung durch kurze Transportwege etc. zu gewährleisten.

Generell werden die Gehölze ausschließlich generativ vermehrt, Ausnahmen können bei der Gattung Salix im Einzelfall zugelassen werden.
Gehölzaufzucht

Die Gehölzaufzucht zertifizierter Pflanzen ist ebenso wie die Jungpflanzenanzucht nur im gleichen Herkunftsgebiet wie die Saatguternte möglich.

Bei der Aufschulung und weiteren Produktion der Gehölze in den Baumschulen muss ebenfalls eine genaue Trennung und Kennzeichnung von Arten und Herkünften in den Quartieren gewährleistet sein. Eine klonale Weitervermehrung (Steckling, Steckholz) der zertifizierten Pflanzen darf nicht zertifiziert werden.

Die Kontrolle von Jungpflanzenanzucht und Gehölzaufzucht erfolgt in Form von Betriebs- und Dokumentenprüfungen.